Königliches Blut als Erbe
Wie wir wissen, wurden in der Vergangenheit blauäugige Maskenkatzen im Königtum Siam (heute Thailand) gehalten und sie lebten unter dem Namen Siamese im königlichen Palast. Die Siamese ist einzigartig und der Anfang der Maskenkatzen lässt sich nur in Thailand verfolgen und nachweisen. Das bekannteste Katzenbuch, geschrieben und nachgetragen in Siam, beschreibt und zeigt Varietäten von Katzen.
In der Zeit von 1350 bis 1767 wurden in diesem Buch alle vorhandenen Arten in Wort und Bild
festgehalten und es finden sich auch Eingaben von schwarzen, schwarz-weissen, blaugrauen, Silver-Shaded und Solid Brown (heutige Burma) und Katzen mit Masken darin.
Alle diese Katzen in den genannten Farben zeigen einen einheitlichen schlanken Körperbau, hohe Beine, grosse Ohren und spitz zulaufende Köpfe, sehr ähnlich den heute an Ausstellungen gezeigten Siamesen.
Die ersten Katzen, die von Thailand nach England exportiert wurden, waren oftmals einfarbig oder Bicolor (Farbe mit Weiss). In den Tempelanlagen von Thailand lebten schon immer vollfarbene Katzen, auch mit
Weissanteil. Als Siamese galten jedoch nur jene Tiere, die blaue Augen und Maske zeigten. Es war einfacher, Tiere ohne Abzeichen zu exportieren. Das änderte sich erst 1920, als der Siamese Cat Club gegründet worden
war und in einem Statement festhielt, dass nur blauäugige Maskenkatzen als Siamesen registriert werden können.
Die Zuchtarbeit der "Vollfarbenen" war gefährdet
Diese Vollfarbenkatzen haben natürlich Züchter dazu verführt, ihre Zeit und Liebe in die Zucht der "Siamähnlichen Foreign-Katzen" zu investieren. Das Interesse in der Katzenwelt war da und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis diese neue Varietät Einzug halten konnte. Der Zusammenschluss von etablierten Züchtern mit dem nötigen Spürsinn zeigte erste Erfolge und die "neue Katze" erregte Aufsehen mit ihrem Outfit.
Am Anfang faszinierende Hybriden
Die Orientalsich Kurzhaar (OKH, neu: ORS), die wir heute an Ausstellungen bewundern können, sind keine Direktimporte mehr von Thailand und sie sind nicht mehr vergleichbar mit den Anfangstieren der 50er und 60er Jahre. Das Zuchtkonzept allerdings, das damals festgelegt worden ist, überzeugt noch heute: Man wollte eine Katze, die das Aussehen und das Temperament einer Siamkatze hatte, die aber mit der erweiterten Farbenpalette "bekleidet" ist.
Der Anfang der gezielten Farben-Zucht
1950 kreuzten also englische Züchter Siamesen mit Hauskatzen und Russisch Blau. In den späten 60er Jahren wurden amerikanische Züchter auf diese Katzen aufmerksam und sie holten sich diese "wunderlichen Siamesischen Katzen" über den grossen Teich nach USA. Sie waren fasziniert von den 'British
Orientals', aber natürlich nicht zufrieden mit dem, was sie vor sich hatten.
Sie kreuzten wieder auf Siamesen zurück und erweiterten die Farbenpalette mit Hauskatzen und Abessiniern, um einen neuen "Look" zu bekommen. Der schlanke Körper verlor nichts an den Gewinn vieler neuer Farben. Und die immer wieder eingekreuzten Siamesen festigten auch die persönlichen Merkmale der
ORS.
Heute wissen wir, dass durch diese Einkreuzungen von Abessiniern eine ganz tolle Farbvarietät Einzug bei den ORS gehalten hat. Wir kennen das Erbe heute unter der Farbvariante Cinnamon/ Fawn.
Offener Ärger der Siamzüchter
Die Züchter der ORS hatten anfangs schwer gegen die verärgerten Siamzüchter anzukämpfen. Sie wollten nichts von der neuen Varietät wissen, sie hatten zu dieser Zeit ihr Zuchtprogramm der "Colour-Point Shorthair" gerade gut durchgebracht. Diese Farbpalette reichte den Liebhabern der Maskenkatzen.
Doch die Idee und das Durchhaltevermögen der ORS-Züchter zahlte sich aus und auf die Frage eines Siamzüchters: "Warum wollt ihr diese Farben überhaupt?" entgegneten die
ORS-Züchter:" Warum nicht?"
Das Argument eines Züchters lautete: "Mannigfaltigkeit ist die natürlichste Sache des Lebens. Mutter Natur gab uns die Idee, wir haben sie aufgenommen und umgesetzt."
Der Weg zur Anerkennung
Der Weg zur Anerkennung der ORS war vorgepflastert durch die Anerkennung der Colour-Point Shorthair (von der CFA anerkannt 1964).
Die Gegner vermochten den Siegeszug der ORS-Züchter nicht mehr aufzuhalten. 1972 wurde die ORS provisorisch und 1977 durch die CFA voll anerkannt.
Seither hat die ORS an Popularität schnell gewonnen. Auch in Europa sah man die ersten ORS an Ausstellungen. Um zu verstehen, was die
ORS in der Katzenwelt bedeutet, ist es hilfreich, einwenig über die Eigenheiten dieser Zucht zu wissen.
Der Charakter
Der Charakter einer ORS ist ebenso vielfältig wie die Farbenpalette ihres Haarkleides.Eingefleischte ORS-Liebhaber sagen, dass sie weicher und leiser ist als die Siamese.
In der Tat unterscheidet sich die ORS von Katze zu Katze. Keine gleich wie die andere. Ihre Stimme reicht von herrisch, anmassend oder durchdringend bis zum Sound der eher fragend, verhörend oder lieblich klingt.
Einige ORS sind wahre Entertainer - voller Schwärmerei und Begeisterung, strotzend vor Energie und absolut überzeugt, dass sich die ganze Welt um sie dreht. Genaugenommen nur um sie drehen kann, denn sie sind der Mittelpunkt.
Sie können in einer Minute stolz und hochmütig, aber auch königlich sein, eine Minute später jedoch sehr belebend und aufmunternd und ebenso neugierig vor Ihnen stehen. Glauben Sie, diese Katze ist überzeugt, dass Sie nur etwas wirklich benötigen
- Ihre ORS - alles andere ist unnötiger Balast. Entfernen Sie den Balast und lassen Sie die ORS an Ihrem Leben teilhaben, treten Sie zurück und lassen Sie ihr den Mittelpunkt.
Eine ORS kann sich hängen lassen und wirklich verwelken, wenn Sie sie nicht beachten. Um Ihrer ORS diesen Verzweiflungszustand zu ersparen, sollten Sie dazulernen und schleunigst Fortschritte machen in Sachen
ORS-Beziehung. Sie werden es nie bereuen, sie gibt Ihnen dafür lebenslange Liebe, Zuneigung und intelligente Plauderstunden.
Die ORS wird immer an Ihrer Seite sein, sie wird beim langweiligen Putzen helfen (natürlich in einem
Aufwisch, alles andere beansprucht zuviel wertvolle Zeit), sie wird Ihnen die Neuigkeiten aus der Presse in Einzelteilen vorgeben, dann haben Sie wieder Zeit, mit Ihrer
ORS Aufräumarbeiten vorzunehmen. Sie hilft Ihnen beim Kochen, auch wenn aus dem geplanten Spiegelei ein Rührei geworden ist, weil Sie sich ihrer Schmuseattacken nicht erwehren konnten.
Und Sie brauchen nie mehr eine Wärmflasche, diese Pflicht übernimmt Ihre ORS sehr gerne. Am liebsten im Sommer! Aber sagt man nicht, dass Pelzmäntel nie wärmer geben als im
Sommer ? Und Sie gehören natürlich zu den Menschen, die lieber nackt bleiben, als Pelze zu tragen (egal von welchen Tier!). Gegen 'lebende' Pelz-Wärmflaschen ist nichts einzuwenden.....
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Winnie
von Zwack
ORS n - Ebony
Z.: Eva Holzheuer |
Lacy
v. Glücksstern &
Whippet Clint Eastwood
Bes. Nicole Stöhr
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Und was ist besser als Alleinesein? Richtig! Zweisamkeit.
Gönnen Sie Ihrer ORS einen Kumpel. Sie dürfen aus 4 Rassen wählen, die absolut gerecht werden, Ihrer
ORS zugetraut zu werden:
Siamese, Balinese, ORL oder nochmals eine Orientalisch Kurzhaar
Sie werden gewinnen. Sie kennen ab sofort keine langweiligen Freistunden mehr und Sie können von sich sagen, Diener von Katzen zu sein, die für jeden Tag eine
Überraschung haben, nämlich 365 pro Jahr. Stellen Sie sich vor, sie haben zwei ORS.
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Mindara
A´Bria Chani
ORS b 24
Var. choc.-spotted-tabby
Mindara
Balu
Siam Var.
im Garten
Z. und B.
Sandra Matzelle |
| Linus
Siam Var.
SIA c
Schroeder
ORS d 23 Var. rot
getigert |
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